Keine Utopie

- 30 - die kosmischen Naturvorgänge für die Erde gefährlich ist. Aber die Verantwortlichen schreckten nicht vor dieser Sünde gegen den Kosmos zurück. Sie wagten das Loch in dem Strahlungsgürtel. Es ist ein Wunder, daß die Erde noch nicht eine andere Rotation bekommen hat; denn sie dreht sich wie ein Motor zwischen den Magneten. Aber die Veränderung im magnetischen Verhältnis wirkt sich auf das Leben aus. Sowohl die Fauna als auch die Flora wird davon betroffen. Der Rhythmus im Lebenspro- zeß ist für lange Zeit gestört. Eine Zwischenfrage Frage: Kannst du uns sagen, wie lange dieser Zustand ungefähr anhalten wird? Antwort: Als man die Höhenbombe in die Stratosphäre hinaufschickte, nahm man an, daß der Schaden etwa 1 Jahr anhalten würde. Inzwischen hat man eingesehen, daß es mindestens 10 Jahre sein werden. Ich behaupte, daß es etwa 50 Jahre ausmachen wird! In unseren Augen sind das keine Forschungsexperimente, sondern eine unglaubliche Herausforderung der unbekannten Naturkräfte. Wenn ein Unglück dabei passiert, so schweigt man darüber. Es ist ein Unglück passiert, von dessen Ausmaß man noch nicht die genaue Kenntnis hat. Die Rotation der Erde betrifft auch die Luftmassen und die Ozeane, die auch zur Materie gehören. Noch ist die Ro- tation der festen Erde, d. h. der Globus selbst, nicht betroffen. Aber die Rotation der Luft- schichten stimmt nicht mehr . Es bilden sich große Wirbel und auch große Luftlöcher, wie auch die ganze Strömung ziemlich durcheinander geraten ist. Die Völker erfahren zwar durch die Presse, daß hier und dort ungeheure Überschwemmun- gen und verheerende Wirbelstürme vorkommen, die unvorstellbare Schäden verursachen. Aber man sagt nichts über die Entstehung dieser Katastrophen. Weil es solche Katastrophen "schon immer gegeben hat", so reiht man sie unter diese Serien ein. Wer soll das kontrollie- ren? Nicht anders ist die Herausforderung der Natur durch die Atomteste . Erst hat man die Atmosphäre verseucht, obgleich man genau wußte , daß die Radioaktivität schädlich ist. Niemand nahm Rücksicht auf die leidende Menschheit, noch auf Pflanzen und Tiere. Der Machtwahn triumphierte. Auf diese Weise ist die Fortpflanzung der Menschheit gefährdet, denn die Erbschäden wirken sich erst später aus. Nachdem man die Gefährlichkeit erkannt hat, war es bereits zu spät. Der Schaden nimmt seinen Lauf. Die Politik fordert auf diese oder jene Weise unvorstellbare Opfer. Da man die Atomteste nicht ganz aufgeben möchte, hat man die Versuche in das Innere der Erde verlegt. Aber je- der Mensch weiß heute bereits, daß die Erdkruste im Verhältnis so dünn wie eine Eierschale ist. Doch wie es unter dieser Eierschale aussieht, das weiß kein Wissenschaftler dieser Erde. Zwar hat es schon immer große Erdbeben gegeben, aber diese Beben, wie sie heute auftre- ten, sind herausgefordert worden. Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, daß sich jede Druckwelle in Hohlräumen fortpflanzt und an weit entfernten Stellen explosionsartig aus- wirkt. Auch unter der "Eierschale" der Erde gibt es langgestreckte Hohlräume, die den ganzen Stern um- fassen. Außerdem gibt es schwache Stellen unter dem Meeresgrund, sie stellen eine beson- dere Gefahr dar. Eine Weltgefahr Im August des Jahres 1883 stürzten die Meeresfluten in den Krater des Krakatau in der Sundastraße zwischen Sumatra und Java. Die Folgen dieser Katastrophe sind euch bekannt. Die Insel flog infolge der ungeheuren Dampfentwicklung in die Luft. Ungeheure Flutwellen überfluteten fremde Länder und Küsten. Etwa 75.000 Menschen wurden getötet. Die Flut lief siebenmal um die ganze Erde! Die Rauchsäule der Eruption stieg 30.000 m in die Höhe und veränderte die Lichtverhältnisse auf der Er- de.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3