Via Terra
- 21 - "Göttern" benutzt wurden. Aus diesem Grunde erklärte man die Götterreligion zur Staats- religion - und wehe jenen Menschen, die daran zu zweifeln wagten. Ja, das Christentum hatte es sehr schwer, weil unsere Raumschiffe angeblich das Gegenteil beweisen. Auch heute liebäugelt man in allen großen kriegsgerüsteten Staaten mit unserer Technik. Man möchte zu gern einen Diskus fangen, damit man ihn studieren und kopieren kann. An Göt- ter glaubt man heute nicht mehr. Frage: Was die Wissenschaft erklärt, wird von der überwiegenden Mehrheit aller Menschen für wahr hingenommen. Dieses Vertrauen auf die Unfehlbarkeit ist unverständlich. Der Durch- schnittsbürger hat keine Möglichkeit dies alles nachzuprüfen. Wie seht ihr dieses Problem? A. S.: Eure Wissenschaft ist zu sehr der Erde zugewandt. Man interessiert sich nur für das Leben, soweit es von der Geburt bis zum Grabe reicht; alles was vor der Geburt oder nach dem Tode existiert findet weniger Interesse. Es kommt nur darauf an, daß das Interesse der maßgebenden Wissenschaftler auf ein Gebiet gelenkt wird, das viel größere Bereiche und Geheimnisse besitzt, als alles Irdische aufzuweisen hat. Frage: Heißt das, die Grenzwissenschaften sollten mehr ins Auge gefaßt werden? A. S.: Ja, aber es dürfen keine absichtlichen Verdrehungen hineingebracht werden. Bekanntlich versucht man immer wieder, alle phänomenalen Leistungen auf diesem Gebiet dem menschlichen Unterbewußtsein zuzuschieben. Solange der Mensch nicht genügend über seine Denkfähigkeit und Leistung des Bewußtseins weiß , ist er überhaupt nicht berechtigt, einen Teil des Bewußtseins für spirituelle Leistungen verantwortlich zu machen. Das ist nämlich das Einfachste, was man tun kann. Ebenso verfährt man mit GOTT. Man macht GOTT für alles verantwortlich, ganz gleich ob es gut oder böse ist, obgleich es nicht einen einzigen Menschen auf der Erde gibt, der GOTT so genau kennt, daß man sich dieses Urteil erlauben darf. Frage: Es gibt viele Menschen, die sich geradezu davor fürchten , daß es ein Überleben nach dem Tode geben könnte. Was sagst du dazu? A. S.: Eine große Gefahr besteht darin, daß die zivilisierten Menschen den Unterschied zwischen Glauben und Aberglauben nicht kennen. Diese Menschen wollen modern und aufgeklärt, d.h. sehr weise sein. In Wirklichkeit verbirgt sich kaum woanders die Unwissenheit , Rück- ständigkeit und Dummheit , als hinter dem fraglichen Begriff "modern" . Wir wundern uns immer wieder über eure "modernen" Ansichten und Auswirkungen. Modern zu sein hat nichts, aber auch gar nichts, mit positivem Fortschritt zu tun. Man spricht bei euch sogar von einer "modernen Kriegführung", von moderner Bestialität. Einwand: Wir glauben, daß die meisten Menschen auf der Erde alle Kriege verabscheuen. Der Mensch wird zur Kriegführung gezwungen. A. S.: Das stimmt. Aber die breite Masse der Erdenmenschheit kann etwas wagen, nämlich die höheren Erkenntnisse fördern , damit sie dann von den Machthabern respektiert werden müssen . In dieser Richtung geschieht kaum etwas. Höhere Erkenntnisse werden von der Masse ebenso ignoriert, wie von den Mächtigen dieser Terra. Das könnte ganz anders sein. Je tiefer der Erdenmensch in jenseitige Geheimnisse eindringt - und er kann das - desto mehr findet er selbst heraus, nämlich daß alles von ihm selbst verantwortet werden muß. Folglich hört dann auch die menschliche Bestialität auf. Frage: Wie können wir eine solche Bewegung fördern? A. S.: Jeder Mensch, der zum Beispiel aus der Kirche austritt, sollte ausdrücklich erklären , daß die Kirche verantwortungslos und aus dogmatischem Eigensinn an der Wahrheit vorbei- geht. Das wäre schon ein Vorschlag.
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